Jüngste Nobelpreisträgerin

Schon mit elf kämpft sie für das Recht auf Schulbildung. Mit fünfzehn überlebt sie knapp einen Mordanschlag der Taliban – und sie kämpft weiter. 2014 ist Malala Yousafzai die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten, hält eine Rede vor der UNO, spricht mit dem amerikanischen Präsidenten – aber in ihrer Heimat Pakistan wird sie immer noch mit dem Tod bedroht.
Silvia Armbruster hat das Stück von Nick Wood für das Theater in Kempten inszeniert. Dort geht das Stück in die fünfte Spielzeit, war immer ausverkauft und mehrfach auf Gastspiel – unter anderem bei den Bayerischen Theatertagen in Hof. Am Dienstag, 3. Dezember ist es um 20 Uhr auch in Kaufbeuren zu sehen (Theatersaal des Mariengymnasiums). Julia Jaschke spielte die Rolle der Schriftstellerin Susanne Monbijou, die die unglaubliche Geschichte Malalas aus ihrer westlichen Perspektive zu verstehen und zu erzählen versucht, bereits über 40 Mal – mit riesigem Erfolg. Die Presse jubelt „Eine rundum überzeugende Performance aus rasanten Gedankensprüngen, Szenenwechseln und Stimmungen.“


Liebe Frau Armbruster, welche Gedanken sind Ihnen bei der Inszenierung des Stücks „Malala. Mädchen mit Buch“ durch den Kopf gegangen?

2014 hat meine damals 9-jährige Tochter ein Buch von meinem Schreibtisch stibitzt: „Ich bin Malala“ – die Autobiographie der damals 16-jährigen Malala Yousafzai. Meine Tochter war sehr nachdenklich, als sie mir das Buch zurück gab. Sie sagte: ‚Mama, ich hab manchmal gar keine Lust in die Schule zu gehen. Und da gibt es ein Mädchen, das sogar sein Leben riskiert nur damit es in die Schule gehen kann.‘
Für uns ist Bildung etwas alltägliches, selbstverständliches geworden. Doch das ist nicht für alle jungen Menschen auf der Welt so. Vor allem nicht für alle jungen Mädchen. Malala ist ein ausgesprochen mutiges Mädchen. Mit einem wachen Geist. Und einem starken Willen. Ein ganz besonderes Mädchen. Und doch auch ein ganz normales Mädchen.
Das ist mir bis heute sehr wichtig: Mädchen können Helden sein. Wenn man sie lässt. Und sie unterstützt.“

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Theater in Kaufbeuren

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