
Außer der Reihe
Der Brandner Kasper
Marionettentheater Bille
Dienstag, 10.11.2026
Der Mundartdichter Franz von Kobell hat diesen phantastischen Einfall ausgesponnen, nachdem ihn eine Illustration seines Freundes Franz Graf von Pocci mit dem Titel „Tod und Ritter
beim Kartenspiel“ inspiriert hatte. Die köstliche „Gschicht vom Brandner-Kasper“ erschien erstmalig 1871 in den „Fliegenden Blättern“. Die fast herbe Darstellung, die auf jede Rührseligkeit verzichtet. Die einfache, den handelnden Personen angemessene Sprache, vor allem aber der hintergründige Humor machen diese Geschichte zu einer der besten altbayerischen Erzählungen. So diente sie denn auch als Vorlage für manche dramatische Bearbeitung, wie z.B. der‘von Eduard Stemplinger „Ein Tegernseer im Himmel“ oder der Komödie von Kurt Wilhelm „Der Brandner Kasper und das ewig‘ Leben“. Sehr bekannt wurde auch der Spielfilm mit Carl Wery und Paul Hörbiger in den Rollen
Brandner und Boanlkramer.
Wohl am nahesten aber kommt der Kobellschen Erzählung die Bearbeitung zum bayerischen Volksstück „Der Brandner Kasper schaut ins Paradies“, die 1934 von Joseph Maria Lutz (1893-1972) herausgebracht wurde.

20:00 Uhr – N/A Uhr
im Puppentheater Kaufbeuren
